Europäische Finanzkrise, Sichtweisen

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koepy 3
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Beitrag von koepy 3 »

Hi tonidoc,
ich weiß, dass Du Recht hast, denn gesetztlich ist es nicht möglich. Es ist ja immer schwierig, ausländisches Geld einzufrieren. Außerdem war es nicht persönlich gemeint. Mir war schon klar, dass es wie ich es dargestellt habe, nicht möglich ist. Um überhaupt an das Geld zu kommen, müßte Griechenland selber tätig werden. Ausgeschlossen ist für mich auf jeden Fall, dass deutsche Beamte nach Griechland entsandt werden. Dies wäre ein Unding.^^
Der Fiskalpakt ist heute von 25 Staaten unterschrieben worden. Zwei haben die Unterschrift verweigert.


Gruß

koepy

Tazman

Beitrag von Tazman »

Ich weiß noch, daß es damals hieß, daß kein Staat für die Schulden anderer aufkommt.
Mittlerweile sind die Maastricher Verträge aber nur noch Makulatur :(

Auch die diversen Hilfsfonts sollten nur temporär sein, jetzt sind sie dauerhaft eingerichtet. :cry:

Griechenland hat sich durch falsche Zahlen in die EU "eingeschlichen"; jeder Vertrag ist nichtig, wenn falsche Angaben gemacht werden - außer bei Staatsgeschäften???

Das Geld, das nach Griechenland überwiesen wird geht doch zu 100% an die Gläubiger - damit ist es mal wieder eine Bankenrettung :cry: :cry: :cry:

Und für alles muß der Steuerzahler aufkommen - egal welcher Nationalität!

Im Moment kotzt mich die Politik tierisch an :!: :!: :!:
Die Banken machen da weiter, wo sie 2008 aufhörten - was soll ihnen denn auch passieren? Die Staaten (und damit der Steuerzahler) werden schon für die Verluste aufkommen (siehe HRE).

-Tazman
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Bloody_Kain
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Beitrag von Bloody_Kain »

Das ist eben das Problem mit den Banken.
Man bringt sein Geld hin damit es an einem Zentralen Ort sicher ist und sich mehrt. (Was aber nicht so einfach ist wenn die Zinsen niedriger sind als ... Mist mir fällt der Name nicht ein, jedenfalls macht man da Verluste)

Nur, wenn dann die Banken damit Monopoly spielen, hat man von seinem Geld ja auch nix.

Problem: Zuhause in der Matratze Lagern geht auch nicht, weil zu viele Risiken.

Bsp: Ich glaub es war in Afrika, da hat ne Alte Dame ihre Lebensersparnisse in ihrer Matratze gelagert weil sie den Banken nicht getraut hat.
Ihre Nachkommen haben davon aber nichts gewusst, haben ihr ne neue gekauft und die alte entsorgt.
Als es raus kam war natürlich die Panik groß.
Es gab glaub ich nen Rundruf, es kam in den Nachrichten und man hat diese Matratze auf diversen Mülldeponien gesucht.
Was draus geworden ist weis ich aber nicht mehr. Glaube aber nciht dass die ihr Geld wieder gefunden haben.
Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, war das Knete im Wert von ein paar tausend Euros und das ist für die Region ne ganze Menge schotter. Die muss Praktisch nur noch auf Geld geschlafen haben, von der Matratze kann nicht viel übrig gewesen sein. xD

(Beim Land kann ich mich aber auch geirrt haben, sowas kann überall passieren. ^^ ) :roll:
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Tazman

Beitrag von Tazman »

@Bloody-Kain
Was aber nicht so einfach ist wenn die Zinsen niedriger sind als ... Mist mir fällt der Name nicht ein, jedenfalls macht man da Verluste)
Meinst du die Inflationsrate?

Da gebe ich dir Recht.

Die Banken konnten sich jetzt zum zweiten mal Geld zu 1% leihen, damit sie sich Staatsanleihen kaufen können, um die Staaten zu stärken.
Werden sie das machen? - Wohl kaum! Sie werden wieder hochspekulativ investieren.
Oder diesen Kreditprozentsatz an die Verbraucher weiter geben? Nein, natürlich auch nicht. Der Zinzsatz beim Dispo bleibt weiter bei bis zu 15%!

Marx hatte Recht: Es ist was faul am Kapitalismus! (ich bin kein Kommunist :wink: )

-Tazman
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Umbra
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Beitrag von Umbra »

Tazman hat geschrieben:@Bloody-Kain
Was aber nicht so einfach ist wenn die Zinsen niedriger sind als ... Mist mir fällt der Name nicht ein, jedenfalls macht man da Verluste)
Meinst du die Inflationsrate?

Da gebe ich dir Recht.

Die Banken konnten sich jetzt zum zweiten mal Geld zu 1% leihen, damit sie sich Staatsanleihen kaufen können, um die Staaten zu stärken.
Werden sie das machen? - Wohl kaum! Sie werden wieder hochspekulativ investieren.
Oder diesen Kreditprozentsatz an die Verbraucher weiter geben? Nein, natürlich auch nicht. Der Zinzsatz beim Dispo bleibt weiter bei bis zu 15%!

Marx hatte Recht: Es ist was faul am Kapitalismus! (ich bin kein Kommunist :wink: )

-Tazman
Da warst dus chneller als ich Tazman. Ich dachte auch, das er die Inflation meint.

Was auch lustig ist bei den Banken, dass Großfirmen und Kunden die viel Geld anlegene, bessere Zinsen bekommen al der kleine Mann.
Es giltebenfalls bei den Banken: Gewinne werden Privatisiert und Verluste Sozialisiert, also an die Allgemeinheit weiter gegeben.

Gruß
Umbra
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Bloody_Kain
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Beitrag von Bloody_Kain »

Das ist aber nicht nur bei den Banken so Umbra, schau dir mal die Energielieferanten an.
Die Atommeiler wurden aus Volksgeldern gebaut, Privat verwaltet, alle Einnahmen Privatisiert und um die nun langsam los zu werden, soll das Volk 1. für die entstehenden Ausfallkosten -
2. die entstehenden Abschaltungskosten (Brennstäbe können ja nicht einfach rausgenommen und in den Sondermüll gegeben werden, die müssen auskühlen und das geht nur in Kühlbecken entweder im selben Kraftwerk oder in einem anderen)
und
3. auch noch für die Abrisskosten aufkommen.

Aber das ist noch nicht alles.

Denn dazu kommen wieder die Kosten, die beim Bau von Alternativlösungen entstehen.

Der Steuerzahler wird also mindestens 4 Mal zur Kasse gebeten UND zahlt jedes Jahr mehr Energiekosten aus fadenscheinlichen Begründungen.

Dazu kommt, dass man mittlerweile auch von den Energieanbietern überm Tisch gezogen wird, wenn man nicht SEHR SEHR aufpasst.

(Kam erst Gestern Mittag ein Bericht auf WDR, dass der Stromanbieter bei dem ich bin, eine Tochterfirma einer Gesellschaft ist, die versuchen ihre Kunden wo es nur geht, überm Tisch zu ziehen. Außerdem hat diese Gesellschaft gleich mehrere Tochtergesellschaften, so das man beim wechsel wirklich aufpassen muss wo man hin gerät!
Außerdem werden dann evtl. versprochene Boni nicht ausgezahlt / verrechnet, weil man ja von einer "Tochter"Gesellschaft zu einer anderen gewechselt ist.

Interessant ist das sich nur wenige daran stören, es sei denn sie wurden übermäßig belastet.
Warum das so ist? Weil die ihren Strom so billig anbieten wie kaum jemand anderes und es den meisten schwer fällt, zu einem seriöseren, aber teureren Anbieter zu wechseln.
Schließlich will man ja beim wechsel sparen und nicht drauf zahlen.

Hab Gestern selbst erst nach günstigeren Anbietern gesucht und siehe da, nur die Tochterfirmen der Hauptfirma von Hitstrom (Name entfallen) sind entweder gleich preiswert oder haben ähnliche Angebote.

Echt ich kann nur empfehlen, wenn man das Bare hat, eine Fotovoltaig Anlage mit Speichereinheit im Keller sich anzuschaffen. Da versorgt man sich selbst und kann so lange Strom verbrauchen bis die Batterie leer ist.

1. bekommt man dadurch eine völlig neue Einstellung zum Stromverbrauch, 2. kommt es nur sehr selten vor das man so viel Strom verbraucht, denn von einem ehemaligem Bekannten weis ich, das er allein mit seiner Anlage die halbe Nachbarschaft versorgen konnte.

Klar die Subventionen und das was man pro Kilowattstunde verdient, geht immer mehr in den Keller, wieder aus Fadenscheinlichen Begründungen.
Aber hey, wenn jedes Haus in Deutschland solch eine Anlage hätte, bräuchten wir wahrscheinlich nicht ein einziges Kernkraftwerk mehr, genauso wenig wie laute Windkraftanlagen.

Warum wird das nicht gemacht?
Weil die Anschaffung teuer ist, die Energiekonzerne Amok laufen würden weil sie damit überflüssig würden und auch die Verteilerfirmen damit Verluste machen würden, es sei denn sie exportieren den überzähligen Strom.

Es liegt also nicht an den angeblich "maroden" bzw. nicht ausreichenden Energieleitungen um diese Belastung abzufangen, es ist allein die Marktwirtschaft und die Macht der Energiekonzerne, die das verhindert.

Der Atomausstieg kostet den Steuerzahler Milliarden im eigenen Land, aber wo kommt der Strom dann her?
Wir haben hier einige Windanlagen über ganz Deutschland verteilt, einige Stausee Anlagen, Wasserkraftwerke am Rhein und diverse Private Leute die bereits Solaranlagen installiert haben. Trotzdem reicht das noch lange nicht weshalb wir nun nach und nach Strom importieren.
Und woher? Aus Ländern die den Wandel nicht mitmachen und weiter Atomenergie nutzen.

Wo liegt da bitte die Logik? Wenn bei denen ein Atomkraftwerk hoch geht, ist das fast genauso schlimm wie wenn eines bei uns hoch geht und billiger ist das auch nicht.

Ich will damit jetzt nciht den Atomstrom verteidigen, aber am Ende sind es wieder wir Verbraucher und Steuerzahler die dafür mit horrenden Jahresabrechnungen gerade stehen müssen.

Sorry für den langen Text, aber das ist ein Teufelskreis den man nur durchbrechen kann, wenn man das nötige Kleingeld und den Mut hat, aus dem Trott der Energiekonzerne auszubrechen!

So aber nun werde ich erst einmal ne Runde Skyrim spielen um von diesem Mist weg zu kommen und meine Gedanken wieder zu klären. Wenn man da Energie braucht, beschwört man nen Blitz oder klaut nem Monster seine "Seele" und zahlt höchstens für die Seelensteine und einmalig für den Spruch. :twisted:
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