Habe gerade gestern einen Brillenlosen 3D Fernseher gesehen, und zwar zu kaufen
Brillenlose 3D-Displays für den professionellen Bereich gibt es schon seit Jahren. Die ganze 3D-Technik ist ja auch nicht neu sondern existiert in Nischenmärkten schon seit Jahrzehnten. Mich würde mal interessieren, von welchem Hersteller dieses "TV" ist, den Du gesehen hast, welche Displaygröße es hat und zu welchem Preis.
Aber unabhängig davon sind die Nachteile dieser Displays einfach noch zu groß und zum Fernsehen, speziell auch für mehrere Personen, nicht wirklich zu gebrauchen. Es hat schon seinen Grund, warum alle großen TV-Hersteller (z.B. Sony, Samsung, Mitsubishi, Toshiba, Panasonic, Philips) für bezahlbare Systeme z.Z. auf Shuttertechnik setzen.
Was mich mal bei dieser gnazen Sache mit den Brillen interessieren würde:
Wie sieht es mit Leuten aus, die eine richtige Brille benötigen, um scharf zu sehen. Ich meine kann man solche 3D Brillen einfach über seine eigene drüber anziehen
Die 3D-Brillen sind in der Regel so ausgelegt, dass man sie über eine normalle Brille anziehen kann. Deshalb wirken sie ja meist auch etwas klobig. Das ist natürlich nicht das Gelbe vom Ei. Deshalb sehe ich auch die nahe Zukunft in Geräten, die auf Polarisationsbrillen setzen und trotzdem die volle HD-Auflösung darstellen können (entweder über eine abgewandelte Shuttertechnik oder Dislplays mit ursprünglich doppelter HD-Auflösung).
Es gibt nämlich schon recht schicke Polarisationsbrillen, auch mit Korrekturgläseren. 3D-Brillen werden sich noch zum Lifestyle-Produkt mausern.
Du hast was von Tiefenbereich, Separation, Konvergenz und andere Einstellungen (für mich Böhmische Dörfer) geschrieben, ich habe einen Gamer-Laptop mit einer Nvidia GTX 460M Grafikkarte (3D Vision im Treiber enthalten), mein Monitor hat (nur) 60 Hz. Wo kann ich denn die ganzen Einstellungen ändern? und wie komme ich auf 120 Hz?
Heisst das, dass alle die nur einen Laptop haben auf 3D verzichten müssen?
Asso noch mal ein paar Grundlagen. Um in den Genuss von 3D zu kommen, brauchst Du
A) Einen PC/Laptop mit nVidia-Grafikkarte, einem 120Hz-fähigen Display und das nVidia 3D-Vision-System, bestehend aus dem Infrarot-Emitter und der 3D-Brille. In Kürze kommt auch eine günstigere verkabelte Brillen-Version für 99€ .
B) Einen PC/Laptop mit nVidia-Grafikkarte und ein Diplay, das schon den nVidia IR-Emitter eingebaut hat (z.B. von Asus oder Acer). Da liegt dann meist auch schon gleich eine (kabellose) 3D-Vision-Brille bei. Sowas gibt es zur Zeit bis 27" Diagonale.
C) Einen 3D-Laptop mit eingebautem 3D-Vision-Emitter und 120Hz-fähigem-Display. Auch hier sollte die nVidia-Brille schon beiliegen.
D) Einen PC/Laptop mit nVidia oder AMD-Grafikkarte und ein 3D-HDTV.
Hier kann dann neben dem nVidia-3D-Vision-Treiber auch nVidias 3DTV-Play oder der Treiber von iZ3D und TriDef eingesetzt werden. Letztere sind auch die einzige Option für AMD-Grafikkarten, da AMD selbst keinen 3D-Treiber entwickelt hat und der nVidia 3D-Treiber natürlich nicht auf AMD-Karten läuft.
Was sind nun die Vor- und Nachteile der 4 Optionen?
A, B,C) Das nVidia 3D-Vision-System bietet 3D in voller HD-Auflösung bei bis zu 60FPS.
Bitte die FPS (Bilder pro Sekunde) nicht verwechseln mit der Frequenz, mit welcher das Display das Bild wiedergibt. Diese liegt immer bei 120Hz, da es sonst fürchterlich flimmern würde mit Shuttertechnik. Für viele schnelle Spiele sind 60FPS zwangsläufig erforderlich, damit kein merkbarer Lag zustande kommt.
Allerdings gibt es z.Z. nur 120Hz Displays bis max 27". Und für 3D gilt: je größer, je besser!
D) Bezahlbare 3D-HDTVs gibt es bis 60". Mittlerweile gesellen sich auch bezahlbare 3D-Projektoren mit voller HD-Auflösung hinzu. Das ist für 3D natürlich ein Traum. Der wesentliche Nachteil hier ist dass aktuell keine 60FPS bei voller HD-Auflösung möglich sind, die in den HDTvs eingebauten HDMI-Receiver-Chips geben die benötigte Bandbreite noch nicht her.
Hier muss man also z.Z. noch einen Kompromiß eingehen:
1920x1080 @ 24Hz oder 1280x720 @ 60Hz.
Wer dann noch so schlau war, einen Samsung HDTV zu kaufen, kann den sogenannten Checkerboard-Modus verwenden, der annähernd Full HD-Qualität bei 60FPS erlaubt. Auch ist auf Samsung-HDTVs echtes Full-HD 3D bei 30FPS möglich.
Weiterhin ist mein bevorzugtes Game Oblivion, welches auch mit guter Hardware schon mal Probleme macht. Gehen die Rechner bei Rechenintensiven Spielen mit 3D noch mehr in die Knie?
Da für die 3D-Darstellung jedes Bild doppelt berechnet werden muss, kann man in 3D typischerweise 30% niedrigere FPS erwarten. Eine betagte GTX-280 reicht aber für die meisten Spiele in Full-HD immer noch voll aus, um akzeptable Bildraten (> 30FPS) zu erhalten. Ansonsten kann man ja auch Auflösung oder Grafikeinstellungen etwas verringern.
Eine Ausnahme macht hier übrigens Crysis 2, das selbst für die 3D-Darstellung verantwortlich ist. Das eingesetzte Verfahren kommt zwar nicht ganz an die 3D-Qualität der "echten" 3D-Treiber heran, kostet dafür aber nur ein paar Prozent Leistung und funktioniert auch auf Konsolen.
Vsync wuerde ich generell nie benutzen. Es bringt einem nur Nachteile,
Der Grund für die Einführung von V-sync war das sogenannte Tearing, also ein erkennbare Versatz mitten im Bild an der Stelle, wo altes und neues gerendertes Bild zusammentreffen, aber nicht korrekt zusammenpassen, da die Kamera bereits Position/Blickrichtung geändert hat. Ist V-sync aktiviert, finden Bildwechsel immer in der Austastlücke statt, mit dem Nachteil, dass die FPS die Bildwiederholrate nicht übersteigen können, selbst wenn die Grafikpower für höhere Frameraten reichen würde. Aber dafür gibt's kein Tearing mehr. Für 3D wird V-sync automatisch aktiviert. Alle anderen angeblichen Nachteile gehören in das Reich der Fabeln, vielleicht mit Ausnahme der Physik-Berechnung bei wirklich schlecht programmierten Spielen.